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ნახვამდის, Hoşçakal und Tschüss – Ende einer langen Reise 😢

Wo sind sie denn eigentlich mittlerweile, die Sperris? Zumindest auf dem Heimweg 😁 Wenn auch nicht ganz so schnell, wie möglich wäre 😎

Nachdem sich die Schwarzmeerküste über die Landstraße mit Ampeln und durch Ortschaften -60 km/h ist eher das höchste der Gefühle- im ersten Teil ganz schön zieht, kosten wir den allerletzten Morgen am Schwarzen Meer noch voll aus, bevor es dann durchs Land immer Richtung Edirne geht. Tagesziel: das Marmara-Meer und der altbekannte Campingplatz Semizkum Mocamp, was aber 800 Kilometer und ganz schön sportlich wäre…

Zu sportlich- es geht zwar schneller voran, aber immer noch keine Autobahn und eher mit 80 km/h im Schnitt… und im Dunkeln suchen wir keinen Platz mehr ☝️

Wir machen rechtzeitig am Yenicaga Gölü bei Bolu halt und genießen den Sonnenuntergang (und die Mücken uns…).

Schön anzuschauen ist er ja, der See, das Baden sparen wir uns- nicht, dass das bei uns anders herum geht und wir als Frösche aus dem Wasser steigen 😂.

Wir könnten jetzt von hier direkt nach Edirne bzw. an die Grenze zu Bulgarien durchfahren- aber dann würden wir ja den Abschied vom Marmara-Meer versäumen und im dümmsten Fall bzw. bei langem Grenzstau im Dunkeln in Bulgarien stehen 😳. Da wir beide ein wenig gearbeitet haben unterwegs ist eine Verspätung bei der Rückkehr an den Schreibtisch durchaus zu rechtfertigen- wir machen nur die halbe Strecke und legen nach Istanbul bei Silivri einen nun aber wirklich allerletzten Stop am Meer ein 🤷‍♀️

Kurz fühlen wir uns an zu Hause bzw. deutsche Akkuratesse erinnert, als wir Emma am späten Abend innerhalb unserer Parzelle noch umparken und längs statt quer stellen müssen. Warum? Weil alle längs stehen… ah ja 🙄 Aber vielleicht gibts ja auch nen sinnvollen Grund 😂🙊

Wir fahren trotzdem erst so los, dass wir nicht in der vollen Mittagssonne an der Grenze ankommen, genießen die letzte Portion Köfte kurz vor der Grenze bei Yusuf-Köftecesi und nutzen die Pause auch gleich, um unsere offene Maut zu begleichen. Wird sonst nix mit dem Ausreisen…

Durchaus kluge Entscheidung, das ganze etwas hinauszuzögern- die türkisch-bulgarische Grenze hat bisher immer eine gewisse Portion Geduld erfordert – und tut es auch diesmal. Trotz verhältnismäßig wenig Stau brauchen wir über 2 Stunden bis wir durch sind- da helfen auch alle aufkommenden kleinen Aggro-Anfälle der Beifahrerin einfach: gar nichts 😂

In der Abendsonne geht es vorbei an Waldbränden in der Ferne (zum Glück) bis nach Mirovo. Wir kennen den Platz bereits, was eine späte Anreise ermöglicht – trotzdem brauchen wir 2 Anläufe, einmal umdrehen und die Satelliten-Ansicht bei Google Maps, um den Standort wiederzufinden 🙈.

Die Maritza führt noch ordentlich Wasser und hat so viel Strömung, dass Alex sich quasi in der Gegenstromanlage austoben kann, während Mimi festen Boden unter den Füßen (oder so ähnlich 😂) zum Kilometer-Bewegungs-Ausgleich bevorzugt.

Gestern geht es eher eintönig geradeaus durch Bulgarien, unsere Zeitverzögerung ermöglicht die Durchfahrt durch vorgestern noch gesperrtes Waldbrandgebiet, „Abwechslung“ verschafft die Grenze zu Serbien, allerdings nur von geradeaus fahren auf der Autobahn zu geradeaus stehen in der Grenz-Schlange 🤪

Ein kleiner Umweg am Abend, dafür ein Platz in der ersten Reihe an der Sava bei Šabac, was gleichzeitig zu schönem Ausblick beim Aufwachen führt.

Ungewohnt früh geht es mit Coffee to go (oder heißt das dann drive) heute morgen weiter. Tagesziel: 700 Kilometer bis Vorderstoder in Österreich. Warum? Weil es da einen liebevoll gestalteten Parkplatz im Wald gibt (den wir noch vom letzten Jahr kennen), von dem aus man hervorragend a) zum Restaurant Bergpfeffer gelangt, in dem man -vielleicht liegt’s an Namensgleichheiten- sehr lecker essen kann und b) zu einem Bergsee wandern kann. Moment- 700 Kilometer fahren, gut essen und wandern an einem Tag? Das schaffen selbst wir nicht 😂 Zumal da auch noch 3 Grenzen zwischen liegen 🙈

700 Kilometer, 3 Grenzen, gut essen und mitten im Wald übernachten ist der Plan heute, wandern an den Bergsee so das Wetter mitspielt die letzte Urlaubsaktivität morgen, bevor sich die letzte Etappe bis Heilbronn nicht mehr vermeiden lässt. Anders als bei Eseln, Kühen und Pferden werden wir nicht schneller, je näher wir dem heimischen Stall kommen- eher im Gegenteil: wir drücken uns noch einen weiteren Tag vor Heimkehr, Schreibtisch und allen wartenden Aufgaben 🤷‍♀️🙊.

Immerhin: die serbisch-kroatische und damit letzte Nicht-EU- Grenze haben wir bereits geschafft. Kleine Erinnerung dabei an mich nach 6 eben solcher überquerten Grenzen: welche Spur die schnellste ist lässt sich immer erst am Ende sagen, Aggro- Anfälle belustigen höchstens den Fahrer, helfen aber nichts beim Tempo, stattdessen lieber Grenz- Sonnen, da profitiert wenigstens der Urlaubs-Teint 😂

Ansonsten reicht es mir dann jetzt auch mit Grenzen bzw. den zugehörigen Staus erstmal wieder 🙊 Die restlichen Grenzen nach Slowenien, Österreich und zu guter letzt Deutschland lassen sich ja hoffentlich zügig bewältigen…

Und auch, wenn sich die insgesamt 7000 Kilometer Hin- und Rückfahrt ab und an ein wenig ziehen, die für mich nicht les- und merkbare oder gar wiederzukennende Schrift (ganz selten, weil fast immer in doppelter Schreibweise) Herausforderungen birgt, meine Entscheidungsschwierigkeiten aufgrund der Vielzahl an Sehenswertem oder die Fragezeichen bezüglich manchen Straßenzustands bestanden: Georgien war jeder Kilometer davon wert – wir würden (oder werden 😜) es wieder tun!

So klein das Land auch ist, es bietet unglaublich viel: unfassbar schöne, unterschiedlichste Natur; Meer und Berge bzw. eher Gebirge; viele Passstraßen und fast unendliche Weiten; oft sehr angenehme Temperaturen und fast noch öfter kühle Nächte; kleine, größere, große Städte; unzählige Kloster, Kirchen und Ruinen; leckeres Essen und noch leckererer Amphoren-, Naturwein und Pet-Nat; entspannte Menschen und völlig entspannte Womo-Stellplatz-Situation und kaum zu benennen, aber irgendwie doch da: das Gefühl, in Georgien an einem Ende der uns bekannten und vertrauten Welt zu sein. Georgien ist ein echter Geheimtipp! Wobei die Frage bleibt, bis wann… Was uns mit Emma einerseits zugute kommt und wovon allein wir ungemein profitieren, nämlich die sich stetig verbessende Verkehrs-Infrastruktur, verändert andererseits auch den Tourismus im Land und das bisher so wenig „berührt“ Wirkende. Wir müssten uns hierzu aber an die eigene Nase fassen 🤷‍♀️😔 oder hoffen, dass es auch gute und nachhaltige Ideen gibt, Tourismus zu verwerten…

Bis zurück in Heilbronn übermorgen abend haben wir 9.391 Kilometer auf dem Tacho, hin und zurück ohne Deutschland mit Georgien 13 Länder durch- und 14 Grenzen überquert und 31 Nächte in Emma verbracht.

Davon standen wir

    24 Nächte frei: in erster Reihe am Meer, an Flüssen und Seen, auf Bergen, am und im Wald oder an Burgruinen,
    5 Nächte auf einem Campingplatz: Wiesen- Camping bei Batumi und Strand-Camping am Marmara-Meer,
    2 Nächte im Hof eines Hotels außerhalb von Tiflis.

Wir genießen nun die letzte Zeit und den letzten Teil der Reise mit Emma, lenken uns noch etwas von der Schwermut der Heimkehr ab und freuen uns auf Wiedersehen in Heilbronn 💁‍♀️

ნახვამდის და იმედია მომავალ წელს შევხვდებით!

Tschüss und bis hoffentlich nächstes Jahr!

Mimi (die schreibt, fotografiert und reiseplant) & Alex (der fährt, repariert und kocht)